Das Buch

"Stechen und Ringeln”, aus dem inzwischen ja als Teil einer Edition "Die Köchin oder der MORD im Moor" wurde, ist der erste Kriminalfall, den die Hauptperson Line Grapenthien löst, im Sommer, im ersten Ehejahr. Ein Krimi, der zum Ende des 18. Jahrhunderts im Günnemoor, nicht weit entfernt von Bremen und Worpswede, spielt.
Das Buch über den 2. Kriminalfall, die Fortsetzung, heißt "Die Köchin oder die LEICHE im Moor". Es geht im Herbst, ein Jahr später, um Moorleichen und Spukgeschichten, Mäusebutter und Kükenragout.

Hier der Klappentext von Band I:
1791 - Niemand in Bremen versteht, dass Line, die begnadete Köchin im Haus des Kaufmanns Cornelius Eltermann, einen Moorkolonisten heiratet und ihm ins Günnemoor folgt. Nur Line selbst ist sich ganz sicher, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat.

Aber schon die Hochzeitsnacht steht unter einem schlechten Zeichen - eine Leiche wird gefunden, ganz in der Nähe der Moorhütte von Line und ihrem frisch vermählten Früllerk. Doch Line zeigt kriminalistisches Gespür, deutet Spuren und zieht Schlüsse.

Mit ihren Fragen trifft sie bei den Moorleuten auf keine Gegenliebe. Jeder will den Mörder gefangen sehen - aber was kann eine Frau, dazu eine Fremde aus Bremen, dazu beitragen? Zumal die auch noch ganz andere verrückte und neumodische Ideen aus der Stadt mitbringt.

Der Mord in der Hochzeitsnacht zieht aber noch weitere Tote nach sich. Wie so oft mordet der Täter weiter, um sich gegen Entdeckung zu schützen. Aber im 18. Jahrhundert gibt es noch keine Kriminalpolizei, wie wir sie kennen. Schon gar nicht in einer Moorkolonie wie dem Günnemoor. Für die Obrigkeit scheint dann auch der Fall bald gelöst. Nur Line gibt sich nicht zufrieden und macht sich ihre eigenen Gedanken. Das bringt sie am Ende sogar selbst in Lebensgefahr.


Hier der Klappentext von Band II:
1792 - 
Einem Landstreicher kullert im Torfstich ein Leichenkopf entgegen, niemand erkennt das Gesicht. Ist der Kopf mit dem Sueben-Knoten eine Frau oder ein Mann? Kinder finden eine abgetrennte Hand, ledern wie ein nasser Handschuh! Gehören die Leichenteile zusammen? Menschen sterben an einer rätselhaften Krankheit, es geschehen nicht nur im Nebel schauerliche Dinge. Sind es Spukgeschichten oder Legenden, ist es Wahrheit oder Übersinnliches?
Die Bremer Köchin Line versucht auch im 2. Ehejahr im Teufelsmoor den Tod der Menschen zu klären. Sie erforscht Zusammenhänge, spürt Beziehungen nach und entwirrt Bindungen. Außerdem kämpft sie weiter gegen die Eifersucht der reichen Bäuerin Anna Sandvoss und die Heimtücke der alten Piss-Jule.
Nebenbei erfordert der Alltag im Herbst 1792 ihren Fleiß und Einfallsreichtum. Der Buchweizen wird geschnitten. Gemüse und Früchte, die jetzt nicht verarbeitet werden, fehlen als Vorrat im Winter und sorgen für Hunger und Not. Line bekommt einen Backofen, fährt mit dem Torfkahn nach Bremen und kocht Kükenragout. Mäusebutter dagegen verwendet die noch kindliche (spätere Giftmörderin) Gesche Gottfried.

Im Buch erfährt man so ganz nebenbei auch noch vieles über die Lebensweise der Moorkolonisten im 18. Jahrhundert: Vom Torfstechen über das Kochen unter den einfachsten Bedingungen bis hin zur Frage, was man mit dem Inhalt des Nachttopfs macht, wenn um das Haus nur ein Wassergraben führt, aus dem man auch sein Trinkwasser holen muss.

Wer Lust hat, kann dann auch gleich die Rezepte auspropieren, die sich im Anhang finden. Oder im Lexikon mehr über die Geräte und Arbeitstechniken erfahren. Oder sich an den Plattdeutschen Schnacks erfreuen, die im Anhang übersetzt werden.

 



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