Rezepte

Kochen und Küche in der Geschichte sind meine Hobbys - darum ist Line, die Hauptperson des Buches, wohl auch Köchin. Und darum hat mein Buch auch einen Anhang mit Rezepten. Zwei davon habe ich hier aufgeführt.

Bookwetenpannkoken, so gebacken, wie Louise es Line gezeigt hat und wie es alle Moorfrauen konnten:

1 Pfd. Buchweizen (in der Moulinette) mahlen (oder als Mehl kaufen). Mit ½ Teelöffel Salz, 4 Eiern und ungefähr ½ l Milch verrühren und über Nacht oder mindestens den ganzen Vormittag über quellen lassen.
(Da Walter Kuh und Ziege gegen Brammwien getauscht hatte, musste Mimi statt Milch Wasser nehmen. Statt mit Eiern und Milch kann der Teig auch mit ¾ l Buttermilch angerührt werden.)
Nach dem Quellen pro Pfannkuchen 2 –3 Scheiben gestreiften Speck (Bacon) in der Pfanne anbraten. Eine Suppenkelle Pfannkuchen-Teig draufgeben und von beiden Seiten backen. (Vorsicht, der Pfannkuchen ist sehr mürbe und bröckelig!)
Mit braunem Rübensirup beträufeln oder mit grünem Salat in einer saure-Sahne-Soße (1 Becher saure Sahne, 1 Esslöffel Zucker, Saft einer halben Zitrone) essen.

Buchweizenpfannkuchen schmecken lecker - ein wenig herber als die aus Weizenmehl. Man kann sie süß oder auch salzig essen. Aber wenn ich mir vorstelle, dass es im Moor jahraus, jahrein jeden Tag nur Buchweizenpfannkuchen gab...

Herrn Eltermanns Lieblings-Kaffee, den der Herr Pastor aus Worpswede ebenfalls sehr gern mochte:

In einem Topf 1 Kaffeebecher kaltes Wasser mit 1 gehäuften Esslöffel Kaffeepulver, 1 Tütchen (6g) geriebene Orangenschale und (je nach Süße) bis zu 1 Eßlöffel braunen Zucker aufkochen und 5 Minuten ziehen lassen. Durch ein engmaschiges Sieb oder eine Filterpapiertüte gießen.
In der Tasse eine Sahnehaube darauf setzen und mit geriebener Muskatnuß bestäuben.

Kaffee war im ausgehenden 18. Jahrhundert das Modegetränk - jedenfalls in den reichen Häusern, die sich diesen Luxus leisten konnten. In den größeren Handelsstädten öffneten die ersten Kaffeehäuser und die Kaufleute trafen sich vor oder nach der Börse zu einem Plausch (und natürlich zum Geschäfte machen) im Café.

 

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